Jamaika – so schön kann Fotografieren sein

Foto: © Werner Troeder

Die drittgrößte Insel der Karibik Jamaika ist bereits aufgrund ihrer Entstehung ein sehens- und fotografierenswertes Land. Die Bergregionen sind früher aus dem Wasser entstanden, durch die Verschiebung der nordamerikanischen und der karibischer Platte. Durch das Klima begünstigt werden der Trockenwald entlang der Küste, der Feuchtwald im hochgelegenen Landesinneren und die Mangroven, die einige Küstenabschnitte bewachsen und an den Flussufern und Seitenarmen der Flüsse zu sehen sind und schöne Fotomotive abgeben mit ihren Luftwurzeln. Besonders bei Floßfahrten gibt das schöne Bilder, weil man auch oft die einheimischen Vögel erwischt. An der Südküste sind am Black River die Krokodile beheimatet, die man aber für ein Foto nicht fragen muss.

Die Flora und Fauna

Im Inland Jamaikas haben sich in den abgeschiedenen Regionen Flora und Fauna ungestört entwickeln können und einige der Tier- und Pflanzenarten sind nur auf der Insel zu finden. Vor allem das Cockpit County im Westen der Insel ist ein Paradies für Fotografen. Hier lebt der Nationalvogel Jamaikas, der Wimpelschwanz, eine Kolibriart. Die Kolibris sind auf der ganzen Insel zu Hause und kommen auch in den eigenen Garten. Sie bestäuben gern die Hibiscusblüten und trinken vom Morgentau. Dabei bewegen sie ihre Flügel so schnell, dass man es mit bloßem Auge nicht sehen kann und bleiben an der Blüte praktisch in der Luft stehen. Ein solches Video, mit einer Hochgeschwindigkeitskamera aufgenommen, ist besonders sehenswert.

Jamaica-Boa und -Eule und die Papageien

Vom Wasser ausgewaschen sind viele Küstenregionen und so haben sich Höhlen gebildet, die von Tausenden Fledermäusen bevölkert sind. Die stehen auf dem Speiseplan der Jamaica-Boa und der Jamaica-Eule. Diese braune, recht große Eule ist nur hier heimisch und lebt meist in Waldgebieten. Wohngebiete sind oft von Gullys durchzogen, die das Wasser ableiten. Hier sind gern auch Ratten beheimatet, die dann für Abwechslung im Speiseplan der Eule sorgen. Auf Podesten wie Strommasten oder Leitungen sitzen sie im Dunklen sehr ruhig und warten auf Beute. Vielfach kommen sie auch paarweise und trainieren ihre Jungen. Wegen der Dunkelheit ist es nicht so einfach, sie zu fotografieren, allerdings sitzen sie so still, dass man längere Belichtungen nutzen kann. Schön abzulichten ist auch der black-billed amazon Papagei, der meist grün gefiedert ist und nur am Flügel rote Spitzen aufweist. Die Vögel treten meist in größeren Gruppen auf. Sie überfliegen die Wohngebiete morgens und abends von und zu ihren Schlafplätzen und halten auch gern an Bäumen mit reifen Früchten und Sträuchern mit Beeren.

Küsten und Strände

j3
Foto: © Werner Troeder

Die Küsten sind mit ihren Sandstränden und Palmen sind für Urlauber interessant, der Fotograf mag aber auch gern die Konturen der Felsstrände. Vor allem schön zu Filmen und zu Fotografieren ist die Unterwasserwelt um die Korallenriffe an der Pedro-Bank, die von den Behörden bisher vor Zerstörung bewahrt wurden.

Menschen fotografieren

j4
Foto: © Werner Troeder

Die Jamaikaner lassen sich nicht ungefragt fotografieren, sind aber bei höflicher Nachfrage gern bereit, sich ablichten zu lassen. Besonders interessant sind die Kinder und dann Rastas, die ihrem Glauben zufolge die Haare drehen und wachsen lassen. Das sind die sogenannten Dreadlocks, die auch mal bis zum Knie reichen können oder unter einem Turban versteckt werden.

So gibt es sehr viele Gelegenheiten, die Insel in Bilder zu fassen . Der berühmte Sonnenuntergang vom Ricks Cafe aus in Negril ist eine davon. Wichtig ist generell ein Skylight-Filter und ein wasserdichter Koffer. Der Regen kommt meist unverhofft und eine Plastiktüte schützt die Kamera nicht optimal.

Über Werner Troeder 2 Artikel
Werner Troeder lebt seit vielen Jahren auf Jamaika und fotografiert mit Leidenschaft.

2 Kommentare zu Jamaika – so schön kann Fotografieren sein

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*



*